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19.12.2016, 09:58

Immer ein offenes Auge – Einbruchsicherung mit Überwachungskameras


Für private wie auch für gewerbliche Immobilienbesitzer liefern die täglichen Nachrichten und der Blick in aktuelle Verbrechensstatistiken kontinuierlich wachsenden Grund zur Beunruhigung. Statistisch betrachtet wurde in 2015 in Deutschland jeden Tag 450 Mal eingebrochen. Damit steigt die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren kontinuierlich an. Im Durchschnitt entsteht bei einem Einbruch ein versicherungsrelevanter Schaden von mehr als 3.000 Euro, womit sich der Gesamtschaden auf etwa eine halbe Milliarde Euro summiert. Jenseits statistischer Erhebungen und Berechnungen der betroffenen Versicherer hat das subjektive Gefühl der Gefährdung bei Hauseigentümern in den letzten Jahren stark zugenommen und die Nachfrage nach effektivem Schutz steigt. Eine beliebte, effektive und mit überschaubarem Aufwand nachrüstbare Lösung ist die Installation von Überwachungskameras. Das Angebot an Kamerasystemen wächst stetig und bietet eine Vielzahl verschiedener Systeme und Modelle, für jeden Anspruch. Welches System den individuellen Anforderungen entspricht, wieso und für wen sich die Installation von Überwachungskameras lohnt und worauf bei der Auswahl zu achten ist ergibt ein Überblick über die Technik und die Unterschiede des Angebotes.


Die Schutzwirkung von Überwachungskameras

 

Wer an eine Überwachungskamera als Einbruchschutz denkt, fragt sich vielleicht, wie der konkrete Einbruchschutz, gerade in der privaten Anwendung, realisiert werden soll. Ist es notwendig, das Kamerabild dauerhaft zu beobachten, um eine Überwachungskamera sinnvoll zu nutzen? Die Live-Überwachung des Kamerabildes ist natürlich die optimale Lösung, im privaten Einsatz jedoch kaum umsetzbar. Eine Überwachungskamera bietet jedoch auf mehrfache Weise effektiven Schutz:

 

  • Live-Überwachung
    Ein Einbruchsversuch der live beobachtet wird, kann mit geeigneten Maßnahmen vereitelt werden.
  • Abschreckung
    Eine sichtbar angebrachte Überwachungskamera wirkt besonders auf Gelegenheits-Einbrecher abschreckend. Wer einen Einbruch nicht professionell von langer Hand plant, sich mit vorhandenen Sicherungsmaßnahmen vertraut gemacht hat und in der Lage wäre, diese mit angemessenem Aufwand zu überwinden, sucht nach möglichst ungeschützten Objekten.
  • Beweissicherung
    Schon im Vorfeld kann eine regelmäßige Kontrolle von Aufnahmen einer Überwachungskamera genutzt werden, um zum Beispiel professionelles Ausspähen zu erkennen und angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Kommt es trotz aller Bemühungen doch zu einem Einbruch oder einem Einbruchsversuch, können die Aufzeichnungen genutzt werden, um Täter zu ermitteln und strafrechtlich zu verfolgen. Außerdem können Aufnahmen verwendet werden, um den Nachweis gegenüber einem Versicherer zu führen.

Bauarten und Funktionsweise

 

Überwachungskameras unterscheiden sich vorrangig in zwei Kriterien: der Bauform der eigentlichen Kamera sowie der Art der Signalübertragung und Signalverarbeitung. Beide Kriterien bestimmen den Installationsaufwand sowie den optimalen Einsatzbereich eines Kamerasystems.

 

Als Bauarten haben sich, insbesondere für die Außenüberwachung, verschiedene Typen etabliert:

 

Zylinder- oder Tubekameras

 

Die klassische und weit verbreitete Bauart für Überwachungskameras im Außenbereich ist die zylinderförmige Tubekamera. Sie wird mit geeigneten Halterungen an Hauswänden oder auf Mauern oder Pfosten und Pfeilern montiert. Tubekameras decken einen breiten Überwachungswinkel ab und werden häufig genutzt, um mit einzelnen Geräten Zugänge oder durch eine Kombination mehrerer Kameras ganze Grundstücke flächendeckend zu überwachen.

 

Dome-Kameras

Dome-Kameras finden zwar vornehmlich im Innenbereich Verwendung, geeignete Modelle können jedoch auch für die Außenüberwachung genutzt werden. Die halbkugelförmigen Kameras werden unter Decken oder unter Vorsprüngen montiert und bieten, mit mehreren Objektiven versehen oder als bewegliche Variante, einen unauffälligen 360°-Rundumblick. Dabei ist bei Dome-Kameras der Blickwinkel der Kamera von außen meist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, was ihre Schutzwirkung zusätzlich erhöht.

 

Mini-Kameras

Mini-Kamera ist der Überbegriff für eine Vielzahl verschiedener Überwachungskameras, die sich vor allen Dingen durch ihre besonders kompakte Bauart auszeichnen. Dabei finden sich sowohl Kameras der bereits beschriebenen Bauarten, in verkleinerter Ausführung als auch solche, die notwendigen optischen und elektronischen Bauteile in kleinster Form, in winzigen Gehäusen verbauen und diese gelegentlich zusätzlich in Alltagsgegenständen tarnen.

 

Mini-Kameras werden dort eingesetzt, wo bewusst auf die Abschreckungswirkung einer Kamera verzichtet werden soll. Für Professionelle Einbrecher erweist sich eine sichtbare Überwachungsanlage im Zweifelsfall als Hinweis auf gerechtfertigten Aufwand. Eine nicht wahrgenommene Überwachung motiviert nicht zu Anstrengungen, diese zu umgehen.

 

Als Spionage-Kameras werden Mini-Kameras angeboten, die zum Beispiel in Plüschtiere, Uhren, Buchattrappen oder sonstige Haushaltsgegenstände verbaut sind, über einen eigenen Speicher, zum Beispiel als SD-Karte, verfügen und mit einem Bewegungsmelder ausgestattet zur Innenraum- oder Haustierüberwachung genutzt werden können

 

PTZ-Kameras

Einfache Überwachungskameras werden montiert und auf einen festgelegten Überwachungsbereich eingestellt, den sie dauerhaft überblicken. Damit ist die Fläche, die mit einer Kamera überwacht werden kann, abhängig vom Winkel des Objektives, deutlich eingeschränkt und für größere Flächen sind in der Regel mehrere Kameras erforderlich. PTZ-Kameras, die in den vorgenannten Bauformen angeboten werden, sind dagegen mit einem Elektromotor ausgerüstet, der eine Bewegung der Kamera ermöglicht. PTZ-Kameras sind damit in der Lage, zu schwenken (P an), zu neigen (T ilt) und außerdem den Blickwinkel durch Ausschnittsvergrößerung (Z oom) zu verändern. Die Steuerung erfolgt dabei manuell oder nach vorgegebenem Bewegungsmuster automatisch. Mittels sogenanntem Autotracking sind einige Modelle sogar in der Lage, bewegte Objekte automatisch zu verfolgen.

 

Alle genannten Bauarten können zusätzlich mit einem Bewegungsmelder ausgerüstet sein, der eine Signalübertragung und vor allen Dingen die Aufzeichnung von einer Bewegung im Überwachungsbereich abhängig macht und so Energie und Speicherplatz spart und außerdem zusätzlich ein individuelles Alarmsignal auslösen kann.

 

Eine Infrarot-Nachtsicht ermöglicht die Kameraüberwachung unter ungünstigen Lichtverhältnissen.

 

Zylinder, Tube, Dome, Mini, PTZ? Hier den Überblick zu behalten ist gar nicht so einfach. Hilfe verspricht dieser Überwachungskamera Test auf ip-kamera-test.net, in welchem viele verschiedene Kamera-Modelle und -Funktionen ausführlich beschrieben sind. Zudem befindet sich auf der Webseite ein hilfreicher Kamera-Finder, mit dessen Hilfe Sie in wenigen Klicks ein geeignetes Fabrikat angezeigt bekommen.

 

Signalübertragung und Signalverarbeitung

 

Neben der Bauweise ist die Art der Signalübertragung von zentraler Bedeutung. Hier lässt sich auf den ersten Blick zwischen kabelgebundener und kabelloser Signalübertragung unterscheiden. Aus dieser Unterscheidung ergeben sich verschiedene Systeme.

 

Analoge Überwachungskameras

Die klassische analoge Überwachungskamera wird kabelgebunden mit Strom versorgt und sendet das Bildsignal ebenfalls via Kabel an einen einzelnen Empfänger. Ein angeschlossener Rekorder ermöglicht sowohl die Live-Betrachtung an einem angeschlossenen Monitor als auch die Aufzeichnung des Bildsignals.

 

IP-Überwachungskameras

Eine kabelgebundene IP-Kamera unterscheidet sich insofern von der analogen Signalübertragung, dass ihr Bildsignal via Netzwerkkabel an einen Netzwerkrouter übertragen wird. Hierüber ist sowohl der Zugriff von mehreren Arbeitsplätzen im gleichen Netzwerk möglich als auch die Übertragung des Signals über das Internet, zum Beispiel an ein Smartphone oder einen Tablet-PC. Die Verbindung ist in diesem Fall bidirektional und ermöglicht so zum Beispiel die Steuerung einer PTZ-Kamera aus der Ferne.

 

PoE-Überwachungskameras

Eine Sonderform der kabelgebundenen IP-Überwachungskamera ist die Power over Ethernet (POE)-Kamera. Zusätzlich zur bidirektionalen Signalübertragung erfolgt bei diesen Modellen auch die Stromversorgung über das Netzwerkkabel, weshalb eine separate Stromversorgung überflüssig ist.

 

WLAN-Überwachungskameras

Auch bei WLAN-Kameras handelt es sich um IP-Kameras, deren Signal an einen Netzwerkrouter übertragen und von diesem weitergeleitet wird. Im Unterschied zur einfachen IP-Kamera erfolgt die Signalübertragung von der Kamera zum Netzwerkrouter jedoch kabellos.


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